[ Diverses , Geschehenes ] 2007-03-14 · 16:12'43"

Vor ein paar Tagen ereignete sich etwa 100 Meter von unserem Haus entfernt ein Verkehrsunfall. Zunächst bemerkten wir das nur dadurch, dass sich vor unserem Haus (Bundesstraße) der Verkehr aus der einen Richtung staute und aus der anderen Richtung gar kein Verkehr mehr kam. Kurz darauf trafen auch schon Polizei und Krankenwagen ein. Zwei Autos waren frontal zusammengestoßen, die Straße blockiert. Sehen konnte man das von unserem Haus aus nicht, da sich der Unfall direkt hinter einer Kurve ereignet hatte.

Da sich der Verkehr immer weiter staute und sich niemand darum kümmerte, den Verkehr umzuleiten, begannen zwei Nachbarskinder und ich, die Autofahrer in Seitenstraßen zu schicken, über die sie den Unfall umfahren konnten. Da diese Seitenstraßen jedoch für die LKWs zu eng waren, konnten diese den Unfall nicht umfahren und der Stau verlängerte sich weiter. Deshalb postierte ich mich mit Warndreieck bewaffnet 50 Meter oberhalb des Staus um insbesondere LKWs über geeignetere Straßen umleiten zu können. Ich versuchte aber auch, die PKWs über diesen Weg zu leiten, da es in den schmalen Seitenstraßen, insbesondere weil jetzt auch Gegenverkehr auftauchte, mittlerweile ziemlich chaotisch zuging. Während die LKW-Fahrer und auch einige wenige PKW-Fahrer diesen „Service“ dankend annahmen, fuhren die meisten PKWs an mir vorbei, sobald ich mit einem Fahrer sprach. Einer meinte sogar, mir einen Vogel zeigen zu müssen. Und das alles, obwohl 50 Meter weiter bereits das Stauende zu erkennen war, wo die Nachbarskinder die uneinsichtigen in die schmalen Gassen umleiteten. Muss man das verstehen?

♫ Cornershop – Brimful Of Asha (Norman Cook)

∗ ∗ ∗
[ Netzwelt ] 2007-02-15 · 19:17'15"

Vorhin hab ich es bei Tanya gelesen, sehr gelacht, und musste es gleich selbst ausprobieren.

Google sagt, ...

  • Colin ist heute aus
  • Colin ist ein RIESENBABY
  • Colin ist Tochter eines Polizisten
  • Colin ist perfekt
  • Colin ist eins der Geschwüre
  • Colin ist offline
  • Colin ist aber weiterhin noch auf der Kiste
  • Colin ist sehr gehorsam
  • Colin ist ein Teilnehmer an nem Fotowettbewerb und der Kater von Jule
  • Colin ist seit gut 3 Tagen wieder ein totales Mamakind
  • Colin ist ebenfalls Maulwurf
  • Colin ist nach wie vor ein adrenalinförderndes Erlebnis
  • Colin ist zurück auf der Xbox
  • Colin ist manchmal ein besessener Musiker
  • Colin ist zwischen den Dimensionen gefangen
  • Colin ist kein VIP!
  • Colin ist sich sicher, nicht er selbst ist schuld sondern England
  • Colin ist öde
  • Colin ist 46 Jahre alt, verheiratet und konnte kürzlich mit mit seiner Frau und seinen 3 Kindern Silberne Hochzeit feiern
  • Colin ist gestorben
  • Colin ist fest davon überzeugt, bald einen Buckel zu bekommen wie sein Vater und sowieso bald zu sterben
  • Colin ist auch ein sehr mäkeliger Fresser
  • Colin ist groß und kräftig und verflixt schnell
  • Colin ist im Übrigen sehr klein (79 cm bei einem Gewicht von ca. 10 kg.) und hat einen wirklich auffallend ausladenden Bauch
  • Colin ist der erste europäische Meister, den Abdul je hatte
  • Colin ist echt heiß :sabber:
  • Colin ist kastriert
  • Colin ist amtierender Großmeister der Sauerkraut-Bruderschaft
  • Colin ist sowieso ein nervliches Wrack
  • Colin ist in Dresden stets hochwillkommen
  • Colin ist die liebe auf vier Pfoten oder der Adonis unter den Doggen
  • Colin ist einfach verschwunden
  • Colin ist ein Sohn, wie ihn sich eine Mutter nur wünschen könnte
  • Colin ist wichtig für ein ausgeglichenes Gemüt
  • Colin ist in da House
  • Colin ist total am schnorcheln, eine richtige Rotznase hat er
  • Colin ist auf ein Regal geklettert u heruntergefallen
  • Colin ist ein unglaublicher Chaot
  • Colin ist ein wunderschönes Plüschbettchen, welches in liebevoller Handarbeit hergestellt wurde
  • Colin ist unsterblich in Fiona verliebt und wird nicht eher ruhen, bis er sie zu seiner Frau gemacht hat
  • Colin ist auch im richtigen Leben ein echter Bad Boy
  • Colin ist okay, aber Elizabeth ist schreklich
  • Colin ist auch der Gesalbte
  • Colin ist Colin
  • Colin ist Chefarzt des Zentrums für Refraktive Chirugie an der Universität in Bordeaux
  • Colin ist ein kleiner runder Sicherheitsroboter der Anhalterzentrale
  • Colin ist ein sehr großer Tinkerwallach mit toller Farbscheckung

Vier Dinge davon stimmen sogar. Ihr dürft gerne raten, welche Wink

♫ Miyazawa – Capita De Areia (Lil Big Bee Remix)

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[ Marburg , Merkwürdiges ] 2007-02-11 · 01:44'52"

Neulich ging ich in die nahegelegene kleine Bankfiliale, die eigentlich nur aus Kontoauszugsdrucker und Geldautomaten besteht, um an letzterem ein wenig Geld abzuheben. Doch das sollte diesmal etwas länger dauern. Der Automat startete nämlich gerade (neu). So erfuhr ich unter anderem, dass in ihm ein Pentium-III-Prozessor mit 1 GHz Taktfrequenz sein Werk verrichtete. Dann startete Windows XP.

Moment mal, Windows XP? Bisher dachte ich immer, das Banken mit mehr oder weniger speziellen Unices arbeiten, und war davon ausgegangen, das dies auch auf die Geldautomaten zuträfe. Ich muss zugeben, ich war ein wenig enttäuscht. Ob man mit einer entsprechend manipulierten Bankkarte das nach Windows startende Betriebsprogramm des Automaten abschießen und danach an ihm Solitär spielen kann (okay, sehr unwahrscheinlich ohne die Funktionstasten)? Oder gar Viren einschleusen?

Es dauerte letztendlich geschlagene sechs Minuten bis Windows XP und das Betriebsprogramm endlich geladen waren und ich mein Geld holen konnte.  Vorsichtshshalber zählte ich es noch einmal nach.

♫ Element Of Crime – Mein Dein Tag

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[ Geschehenes , Netzwelt ] 2007-02-05 · 23:26'41"

Seit einer Weile kann man bei youFM morgens immer ein Lied als „Download for free“ gewinnen. Einzige Teilnahmebedingung: Man muss während das betreffende Lied läuft eine SMS mit seiner E-Mail-Adresse ins Studio schicken. Neulich habe ich da auch einmal mitgemacht. Als ich gegen Mittag in mein Postfach schaute, und sich noch keine Mail von youFM darin befand, schaute ich noch einmal auf der Webseite des Radiosenders nach, auf der ich erfuhr, dass nur die ersten 25 eingegangenen SMS auch einen Download erhalten. Da ich aber erst kurz vor dem Ende des Liedes meine SMS abgeschickt hatte, machte ich mir keine Hoffnungen mehr, noch eine Mail von youFM zu erhalten.

Umso größer war die Überraschung, als dies am späten Nachmittag doch noch geschah. Ich hatte tatsächlich einen „Download for free“ gewonnen! Die Ernüchterung folgte aber auf dem Fuße: Zum Abspielen der kopiergeschützten Datei ist Napster erforderlich. Sollte ich jetzt wirklich Napster installieren, nur um eine einzige Datei damit abspielen zu können? Diese Entscheidung wurde mir glücklicherweise direkt abgenommen: Anstatt einer Downloadseite bekam ich nur einen Hinweis zu sehen, dass Napster zwar für Windows 2000 und Windows XP, nicht aber für mein Betriebssystem zur Verfügung stehe. Da wurde mir das ganze dann irgendwie zu blöd.

Ja, ich weiß, einem geschenkten Gaul... Aber wer will schon einen Gaul geschenkt bekommen, den er nur dann erhält, wenn er vorher für ihn das ganze Haus umbaut?

♫ Bongogott – Gicht

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[ Typisch Keule , Merkwürdiges ] 2007-01-31 · 23:01'02"

Dass die Gerichtsshows, die man sich auf den Privatsendern fast rund um die Uhr anschauen kann, ihren (sogar fast noch ernsthaft zu nennenden) Ursprung auf einem öffentlich-rechtlichen Sender hatten, ist wohl allgemein bekannt. Was nicht ganz so bekannt ist, ist, dass auch die Renovierungssendungen ihren Ursprung auf den öffentlich-rechtlichen Sendern hatten, in diesem Fall auf den dritten Programmen.

Anfangs fand ich diese Sendungen sogar recht spannend und das, obwohl ich recht selten fernsehe und selbst auch gar keinen Fernseher besitze, weil es kaum Sendungen gibt, die mich überhaupt vor den Fernseher locken oder dort halten. Vielleicht liegt es daran, dass Baustellen schon immer eine besondere Anziehungskraft auf mich ausübten und es in diesen Renovierungssendungen ja in gewisser Weise auch um Baustellen geht. Aber eben nur in gewisser Weise, und das ist wohl auch der Grund, warum mich diese Sendungen recht schnell wieder langweilten. Richtige Baustellen sind das für mich nämlich nicht. Zu einer richtigen Baustelle gehören für mich Maurerarbeiten, größere Erdbewegungen und ähnliches.

Für eine interessante Baustelle mache ich auch durchaus schon einmal einen Umweg. Meine Grundschule verfügte über keine eigene Turnhalle, so dass wir damals zum Sport immer mit dem Bus in den Nachbarort fahren mussten. Auf dem Weg zur Bushaltestelle wurden zu dieser Zeit die bis dato überirdischen Stromleitungen in die Erde verlegt. Ich habe damals den Bus verpasst.

Heute bin ich mit Baustellen gut versorgt. Nicht nur die schon öfters erwähnte Baustelle vor dem Haus, die zugegebenermaßen oft genug nervte, nein auch das Haus, in dem ich wohne, ist eine Baustelle, und das war es auch schon, als ich eingezogen bin. Die meisten Interessenten für mein jetziges Zimmer hatte die Baustelle wohl eher gestört; ich fand das gerade spannend.

So etwas wäre doch auch mal was fürs Fernsehen. Tine Wittler verlegt eine neue Kanalisation in einer Essener Hauptverkehrsstraße, das wär's doch! Ich würde es mir anschauen.

♫ Air – Once Upon A Time

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[ Diverses , Netzwelt ] 2007-01-23 · 19:34'30"

Während meiner langen Blog-Abstinenz hat Tanya mich mit einem Stöckchen beworfen. Und obwohl das jetzt schon so lange her ist, will ich meiner Pflicht nun doch noch nachkommen, schließlich ist es ja mein erstes Stöckchen.

Das Blog-Kennlern-Stöckchen mit Tracking


1) Warum bloggst du?

Na ja, kann man das bloggen nennen? Ich habe halt ab und zu Phasen, in denen ich ein erhöhtes Schreibbedürfnis habe. Früher habe ich dann Tagebuch geschrieben (auch am Computer), heute schreibe ich eben in mein Blog.

2) Seit wann bloggst du?

Seit dem 21.01.2006, 20:56 Uhr

3) Selbstporträt

ich

4) Warum lesen deine Leser dein Blog?

Liest hier momentan jemand mit? Nach der langen Pause kann ich es mir eigentlich nicht vorstellen.

5) Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

Bahnhofsfotos

6) Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Zu wenig Aufmerksamkeit? Eigentlich alle, zumindest für meinen Geschmack ;-)
Zu Unrecht? Na ja, das mag ich nicht beurteilen...

7) Dein aktuelles Lieblings-Blog?

Schwer zu sagen. Alle Blogs, die ich lese, mag ich irgendwie. Einen Favoriten gibt es da nicht.

8 ) Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

Das von Tanya, weil ich nach dem Stöckchen gesucht habe ;-)

9) Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

26

10) An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Nach so langer Zeit noch weiterwerfen? Ich weiß ja nicht. Aber ich machs trotzdem.
1. An den Witali, damit er mal was zum Schreiben hat
2. An den Jonas, aus demselben Grund
3. An die Frau Elektrohexe, ja ja, warum wohl
4. An den Hufi, warum weiß ich auch nicht

Und zum Schluss:

Meine Tracking-ID ist 12112212642111112113.
Hier steht, was es damit auf sich hat.

♫ Klee – Lichtstrahl

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[ Geschehenes , Hörensagen ] 2007-01-22 · 21:06'33"

Ist zwar schon fast nicht mehr aktuell, aber dennoch möchte ich noch was zum Orkan Kyrill am letzten Donnerstag schreiben. Ich musste am besagten Abend nämlich noch in die Heimat fahren – und hatte offensichtlich wirklich Glück, dass das einigermaßen reibungslos geklappt hat.

Schon am Morgen hatte es auffällig viel geregnet und auf einmal führten auch Gräben, denen man unter normalen Umständen fast die Existenzberechtigung absprechen würde, nicht unerhebliche Mengen Wasser. Teilweise standen auch schon Wiesen und Felder unter Wasser. Am nächsten Morgen sollte sich allerdings herausstellen, dass das noch gar nichts war, denn nun hatten sich zumeist die kompletten Täler in Seenlandschaften verwandelt.

Meine Rückfahrt aus Marburg fand dann fast ausschließlich im Dunklen statt, so dass ich an vielen Stellen die Sturmschäden einfach nicht sehen konnte. Das war vielleicht auch besser so. Neben den überall herumliegenden Ästen (die übrigens mit Schneepflügen beseitigt werden, wie ich beobachten durfte) fand sich alles mögliche Gerümpel auf der Straße. Fast hätte ich einen Blumentopf überfahren. Kurz vor dem Fahrtziel überquerte nur wenige Meter vor meinem Auto eine leere Mülltonne eilig die Straße.

Im Burgwald wunderte ich mich fast schon, das nirgendwo ein Baum auf der Straße lag. Zu recht, denn am nächsten Morgen waren die Aufräumarbeiten noch im vollen Gange. Teilweise müssen dort wirklich ganze Baumreihen auf die Straße gekippt sein. Gut, dass ich noch durchgekommen bin.

Gut 20 Kilometer weiter war dann tatsächlich erst einmal Schluss mit der Fahrt. Offensichtlich lag ein Baum quer. Genau erkennen konnte ich es allerdings nicht, da der Verkehr sich schon mehrere hundert Meter weit staute. Ich tat es dann anderen Autofahrern gleich, drehte um und versuchte eine Alternativstrecke zu fahren. Doch auch dort endete meine Fahrt nach einigen Kilometern an einem Baum. Also noch einen Umweg fahren.

Ich hätte es kaum für möglich gehalten, aber bis auf den Zwischenfall mit der Mülltonne kam ich nun problemlos durch – bis ungefähr drei Kilometer vor meinem Heimatort. Wieder lag ein Baum quer und ich musste umdrehen. Auch hier hatte ich Glück, dass ich nicht später gefahren bin, denn sonst hätte ich unter Umständen zwischen zwei Bäumen eingekeilt sein können.

Doch wie nun nach Hause kommen? Die Straßen in meinen Heimatort führen alle durch den Wald. Bis auf... ja, bis auf einen asphaltierten Feldweg, den ich dann auch nahm. Streckenweise war er zwar mehr Bach als Weg, aber im Nachhinein stellte er sich tatsächlich als die klügste Wahl heraus, denn alle anderen Straßen waren tatsächlich versperrt oder nur mit Umwegen von 20 bis 50 Kilometern erreichbar (und dann wäre ja nicht mal sicher gewesen, ob diese Umwege nicht auch irgendwo versperrt gewesen wären). Nach gut zwei Stunden kam ich erleichtert zu Hause an, war also nur eine Dreiviertelstunde länger unterwegs als unter normalen Umständen.

Gestern morgen hörte ich dann die Geschichte von einem anderen Autofahrer, der in einer ähnlichen Situation wie ich ebenfalls einen Feldweg wählte, dort aber das Pech hatte, plötzlich zwischen zwei umgefallenen Bäumen eingekeilt zu sein. Er rief die Feuerwehr, die ihn auch aus seiner Lage befreite. Das Resultat: Bußgeld und drei Punkte in Flensburg. Den Feuerwehreinsatz darf er wahrscheinlich auch bezahlen. Was laut Polizei das richtige Verhalten gewesen wäre? Am Baum anhalten und warten bis das Hindernis aus dem Weg geräumt wird. Sehr sinnvoll, und während man da so steht und wartet, deckt der Orkan zu Hause das Dach ab. Oder der Nachbarbaum fällt auch noch um... direkt aufs Autodach. Und alles nur, weil der Feldweg lediglich für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben war. So einen bürokratischen Wahnsinn kann es auch nur in Deutschland geben...

♫ The Klaxons – Gravity's Rainbow (Van She Remix)

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[ Diverses ] 2007-01-21 · 22:51'17"

Heute ist mein erster Blogeintrag genau ein Jahr her – und mein letzter fast genau ein halbes Jahr. Eine gute Gelegenheit also, mal wieder etwas zu schreiben. Warum ich so lange nichts mehr geschrieben habe? Nun, es ging mir in letzter Zeit nicht besonders gut und ich hatte einerseits schlicht andere Dinge zu tun und andererseits auch keine Lust etwas zu schreiben. Warum es mir schlecht ging, darüber werde ich mich hier nicht weiter auslassen. Nur so viel: Mittlerweile geht es mir wieder besser. Es steht zwar noch eine große Entscheidung bevor, aber ich versuche, einfach optimistisch darauf zuzugehen.

Da ich weiß, dass meine Schreiblaune auch grundsätzlich ziemlich schwankt (was mitunter leider auch E-Mails betrifft) kündige ich hiermit einfach „die zweite Staffel“ in diesem Blog an. Passt ja auch gut zu meinem Tick, die Blogeinträge zu nummerieren. In nächster Zeit werde ich also (hoffentlich) wieder öfter schreiben, aber auch die nächste Pause kommt bestimmt.

♫ Mia. – Factory City (Factory City Electropunk Remix)

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[ Diverses ] 2006-07-20 · 21:01'47"

Eigentlich wollte ich schon längst wieder etwas geschrieben haben, aber:

Ich habe zwar bereits sämtliche Pappreste zusammengesucht und meine Fenster damit zugeklebt, das Thermometer in meinem Zimmer zeigt aber trotzdem gut 30 Grad an. In Verbindung mit dem Baulärm vor dem Haus resultiert das momentan in kompletter Konzentrationsschwäche.

Aber ob die Zeit nun rast oder ich in Zeitlupe arbeite ist letztendlich egal, Fakt ist, dass ich für Dinge, die ich normal in zwei Stunden erledige, momentan einen halben Tag brauche. Ich will gar nicht dran denken, was ich noch alles an Arbeit vor mir habe. Ein schöner Beginn der vorlesungsfreien Zeit…

♫ Bongogott – Radio 2

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[ Geschehenes , Merkwürdiges ] 2006-07-08 · 16:12'45"

Wenn man direkt unter dem Dach wohnt, ist es bei diesen Temperaturen bekanntlich nicht einfach, abends einzuschlafen. Trotz nachts weit geöffneter Fenster sank die Zimmertemperatur in den letzten Tagen selten unter 25 Grad. Zwischen drei und vier Uhr fiel ich zwar meist in einen nicht besonders tiefen Schlaf, wurde dann aber bereits um kurz nach sechs wieder aus demselben gerissen, da dann die Arbeiten auf der Baustelle wieder beginnen, die sich momentan auf den Bereich direkt vor dem Haus konzentrieren. Wenn ich daraufhin die Fenster schloss, konnte ich meist zumindest noch ein Weilchen weiterschlafen.

Seit Tagen wartete ich also auf den Regen. Den Regen, der endlich wieder ein wenig frische Luft in mein Zimmer bringen sollte. Mittwoch abend dachte ich schon, meine Hoffnungen würden sich erfüllen, donnerte und blitzte es doch stundenlang. Doch außer einem zwei- bis dreiminütigen Platzregen, der praktisch keine Abkühlung brachte, tat sich an diesem Abend nichts. Am noch schwüleren Donnerstag von Regen erst recht keine Spur. Erst gestern nachmittag kam sie dann, die erhoffte Abkühlung.

Sie traf uns in Form eines nicht enden wollenden Wolkenbruches, während wir im Rahmen unseres dritten Bodengeographie-Praktikumstages an einem Steilhang ein Bodenprofil begutachteten. Die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Regens zerschlug sich angesichts der stetig anwachsenden Stärke desselben recht schnell. Der eilig aufgesuchte einzige Laubbaum inmitten des lichten Kiefernwaldes, in dem wir uns befanden, konnte kaum vor den herabstürzenden Wassermassen schützen. Angesichts der Tatsachen, dass ein Ende des Unwetters nicht abzusehen war und dass nicht nur ich innerhalb weniger Minuten nass bis auf die Unterhose war, hatte der Professor ein Einsehen und brach den Praktikumstag ab. Das Erklimmen des Steilhanges gestaltete sich trotz des Regens einfacher, der Weg zurück zu den Autos dafür als länger als erwartet. Bald war es auch egal, wo man hintrat, man stand bei jedem Schritt knöcheltief im Wasser.

Die böse Überraschung folgte jedoch erst noch. Als ich zu Hause den Rucksack öffnete, stand immer noch mehrere Zentimeter hoch Wasser in ihm. Was ja eigentlich keine Katastrophe gewesen wäre, Papier trocknet schließlich wieder. Doch neben Papier und Getränkeflaschen befand sich auch noch mein Handy im Rucksack. Es lag natürlich ganz unten und war, von der restlichen Welt unbemerkt, einen einsamen Tod gestorben.

Irgendwie muss das Wasser etwas aus dem Akku ausgespült haben, was eine chemische Reaktion mit der Platine verursacht hat. Das Innere des Handys war voll mit weißem Schaum, das Plastik verfärbt. Auch die SIM-Karte ist seltsam dunkel verfärbt, funktioniert aber zum Glück noch. Sämtliche gespeicherten Telefonnummern, viele liebe SMS und MMS sowie alle Fotos hat das Handy natürlich mit ins Grab genommen.

Mein nächstes Handy sollte vielleicht besser wasserdicht sein.

♫ Morcheeba – The Sea

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[ Marburg , Geschehenes , Bebildert ] 2006-07-07 · 01:11'21"

Manchmal frage ich mich wirklich, wie ich auf die Idee gekommen bin, dieses Studium anzufangen. Freitag und Samstag waren Praktikumstage in Bodengeographie angesagt. So ganz bewusst, was da geschehen sollte, war mir nicht. Im Gegenteil, ich hatte die Praktikumstage schon fast verdrängt. So fand ich in meinem Schrank auch nur zwei Hosen vor; meine allerbeste und eine in beige. Ich entschied mich dann schweren Herzens für die allerbeste, in der Hoffnung, einer schwarzen Hose machen mögliche Erdflecken nicht so viel aus wie einer beigen, was sich letztendlich dann auch bestätigte.

Nach einem fast vierstündigen Vortrag, dem wohl kaum jemand bis zum Schluss folgen konnte, wurden wir in Gruppen zu je acht Leuten aufgeteilt, die an verschiedenen Stellen im Wald Bodenprofile anfertigen sollten. In der Praxis heißt das, jeweils zu zweit möglichst so tief zu graben, bis man auf dem anstehenden Gestein angekommen ist. Meiner Gruppe wurde das Gebiet zugewiesen, das am weitesten vom Treffpunkt entfernt war: der Berggipfel. Beim Aufstieg dorthin war es noch recht angenehm, dass wir nicht so viele Utensilien zur Verfügung hatten, beim späteren Graben wurden diese dann jedoch schmerzlich vermisst. Einen wilden Waldboden umzugraben ist nämlich ein bisschen etwas anderes, als nur von einem englischen Rasen die Grasnarbe abzukratzen. Nein, eine Spitzhacke ist dabei nahezu unentbehrlich. Vor lauter Wurzeln und Gesteinsbrocken nützt der Spaten einem nämlich nicht sonderlich viel; man würde ihn wohl nur stumpf hauen.

„Ihr Loch ist zwar bisher das tiefste, das ich gesehen habe, aber Sie sind noch lange nicht in der untersten Schicht angelangt. Sie müssen wohl noch etwas graben.“ Irgendwann geht das jedoch nicht mehr vernünftig. Obwohl wir unsere Grube in weiser Voraussicht schon recht großzügig angelegt hatten, nach knapp einem Meter Tiefe hätten wir sie erweitern müssen, hätten wir weitergraben wollen. Stand man nämlich in der Grube, konnte man sich kaum noch bewegen und musste arg aufpassen, dass man sich die Spitzhacke nicht vor den Kopf haute. Versuchte man es dagegen von außerhalb der Grube, stellte man schnell fest, dass man ohne größere Verrenkungen den Grubenboden gar nicht mehr erreichte. Da Zeit und Kräfte nicht mehr reichten um das Loch noch zu erweitern, mussten die 90 cm reichen. Immerhin hatten wir knapp einen Kubikmeter Erde bewegt.

Loch im Wald
In echt sah das irgendwie beeindruckender aus...

Besonders nervig waren die Insekten, die in ganzen Schwärmen um unsere Köpfe brummten. Man hätte meinen können, wir gruben in einer Klärgrube und nicht im Waldboden, so extrem war es. Und es blieb natürlich nicht bei den zwar nervigen, aber harmlosen Fliegen, nein, ganz unauffällig mischten sich auch Bremsen unter das fliegende Volk und stachen natürlich auch fleißig.

Dialog am Rande:
L.: Mich hat da was gestochen.
Ich: Sieht aus, wie als wäre das eine Bremse gewesen.
L.: Ist das schlimm?
Ich: Nee, das tut nur weh.
L. (überrascht): Aua!

Da ich mich Freitag Abend doch etwas um den Zustand meiner Hose sorgte, machte ich mich nach meiner Ankunft in Marburg noch einmal auf den Weg, vielleicht irgendwo eine billige Trainingshose oder etwas ähnliches herzubekommen. Ja, es war während des Deutschlandspieles, und nicht nur der junge Mann, der aus dem Fenster rief: „Leute, geht nach Hause, Fußball gucken!“ jagte mir deswegen ein schlechtes Gewissen ein. Aber andererseits bekam ich auf dem Weg durch die Stadt letztendlich vom Spiel dann doch mehr mit, als wenn ich in meinem fernseherlosen Zimmer geblieben wäre. Es war, wie als wäre in Marburg an jeder Straßenlampe ein Lautsprecher angebracht, so nahtlos konnte man die Übertragung verfolgen. Für einen Beinahe-Herzkasper reichte es.

Nachdem ich etwa eine Dreiviertelstunde umsonst von einem Laden zum nächsten geirrt war, stellte ich entnervt fest, dass in dieser Stadt nach 19:00 Uhr offensichtlich nur noch Lebensmittelgeschäfte geöffnet haben. Also noch einen Tag mit der guten Hose in den Wald. Auf dem Weg nach Hause konnte ich dann – zumindest akustisch – das Elfmeterschießen verfolgen. Nur anhand des Jubels ist es allerdings schwierig nachzuvollziehen, was dort gerade wirklich passiert.

Als nach etwa zwei Stunden die Aufregung wieder nachließ, merkte ich, dass ich verdammt großen Hunger hatte, was mich dazu veranlasste, noch einen Ausflug zum Dönermann an der Ecke zu machen, mit dem ich ein ausführliches Gespräch über unsere gräberischen Tätigkeiten im Wald führte. Ob er mir geglaubt hat, weiß ich allerdings nicht.

Morgen folgt dann der dritte Praktikumstag: Wir schauen uns Gruben an, die andere Studenten in den letzten Jahren ausgehoben haben.

♫ Superfunk – Last Dance

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[ Diverses ] 2006-07-06 · 01:05'26"

Eigentlich wollte ich hier ja nichts zur WM schreiben, aber jetzt brennt es mir doch unter den Nägeln. Dass ich gestern Abend etwas geknickt war, versteht sich, denke ich, von selbst. So auszuscheiden kann man wirklich keiner Mannschaft wünschen.

Wie ich überrascht feststellte, war jedoch bereits heute Morgen die Trauer bei den meisten schon wieder verschwunden. Auch die Flaggen waren nicht weniger geworden – zu Recht! Vor der WM hatte unserer Mannschaft doch niemand etwas zugetraut. Auf Klinsmann wurde aus allen Richtungen eingedroschen und einige warteten nur darauf, dass die deutsche Mannschaft bereits in der Vorrunde ausscheidet. Doch alles Schlechtreden hat nichts gebracht, Klinsmann hat alles richtig gemacht, wir sind auf jeden Fall unter den besten vieren, wer hätte das vor der WM gedacht?

Wir sind weiter gekommen als die Engländer und die Brasilianer und so schlechte Verlierer wie die Argentinier sind wir schon mal gar nicht. Wie ich finde gleich drei Dinge, auf die man stolz sein kann. Also, anstatt groß zu trauern, sollten wir uns lieber darauf vorbereiten, unsere Mannschaft am Samstag ordentlich zu unterstützen. Auch ein dritter Platz will erspielt werden.

Und außerdem: Europameister werden ist auch schön ;-)

Die Julia hat da eine schöne Aktion gestartet, an der ich mich natürlich gerne beteilige. Recht hat sie!

♫ Air – Casanova 70

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